Der ursprünglich aus Asien stammende Kampferbaum, auch Ho-Holz genannt, wurde von Chinesen nach Madagaskar eingeführt. Dort mutierte er und verlor den Kampfer aus seiner chemischen Zusammensetzung. Dies lässt sich durch die Kreuzung mit Ravensara aromatica erklären, einem Baum derselben Familie, der auf der Insel heimisch ist. Durch diesen Prozess entwickelte der Kampferbaum seine einzigartigen Eigenschaften. Die Madagassen nannten ihn Ravintsara, was auf Madagassisch „gutes Blatt“ bedeutet. Er wurde zum Aromatisieren von Rum verwendet, vor allem aber als traditionelles Heilmittel gegen diverse Beschwerden. Auch heute noch nutzen die Madagassen ihn für Inhalationen (auf Madagassisch „Hevoka“ genannt), indem sie die Blätter abkochen.
Der Ursprung der Pflanze
Dieser bis zu 30 Meter hohe Baum besitzt dichtes Laub. Er gedeiht in feuchten Gebieten, verträgt aber keine Staunässe und bevorzugt daher sandige Böden. Seine Früchte sind kleine Steinfrüchte. Er kann bis zu 3000 Meter hoch wachsen und verträgt kurzzeitigen Frost. Sein Holz verströmt einen starken, jahrelang anhaltenden Duft und wirkt insektenabweisend. Koffermacher nutzten es zur Herstellung von Reisekoffern, da es Motten fernhielt.