„Diathese“ oder „Konstitution“ sind die beiden Begriffe, die Dr. Ménétrier verwendet. Er definiert sie wie folgt: „Eine Diathese liegt zwischen Gesundheit und Krankheit; sie drückt einen Zustand des Ungleichgewichts aus, der auf das natürliche Gleichgewicht folgt und der der Erkrankung vorausgeht. Es handelt sich um eine Funktionsstörung, die die Organfunktion beeinträchtigt und schrittweise zur Degeneration führt.“
Wir stimmen zwar der Verhaltensbeschreibung von Diathesen zu, sind jedoch nicht mit dem Begriff der Diathese und seiner Definition einverstanden, da dieser einen idealen Gleichgewichtszustand voraussetzt, der in der Realität nicht existiert. Und dies gilt bereits ab der Geburt, schon allein aufgrund der Tatsache, dass die Vererbung nicht nur Unterschiede in der Persönlichkeit, sondern auch im Bereich der Gesundheit bedingt.






