Aminosäuren und Proteinbildung
Krystine Schweizer-
In der lebenden Welt gibt es mehr als 500 Aminosäuren. Dabei handelt es sich um Moleküle, die sich miteinander verbinden und so Proteine bilden. Nur 20 Aminosäuren sind Bestandteil der Proteine unseres menschlichen Körpers und spielen daher eine entscheidende Rolle für den Aufbau und den Stoffwechsel unserer Zellen. Unser Organismus speichert nur die Menge, die er benötigt.
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Von diesen 20 Aminosäuren können 11 von unserem Körper selbst gebildet werden; sie werden als „nicht essenziell“ bezeichnet. Die übrigen 9 Aminosäuren können von unserem Körper nicht selbst gebildet werden und müssen aus einer externen Quelle stammen, hauptsächlich aus unserer Ernährung: Sie werden als „essentiell“ bezeichnet.

Wozu dienen sie?
Sie sind die Bausteine der Proteine. Daher sind sie unverzichtbar für den Aufbau und die Reparatur von Gewebe, die Produktion von Hormonen und die Stärkung des Immunsystems. Sie transportieren Nährstoffe, um Energie bereitzustellen, und verbessern die Gesundheit Ihrer Muskeln, Ihrer Haut und Ihrer Gelenke. Außerdem wirken sie auf die Neurotransmitter ein.
Die Vorteile
9 Aminosäuren
Essentielle Aminosäuren
die unser Körper nicht selbst herstellen kann. Sie entstehen beim Abbau von Proteinen aus der Nahrung.
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Isoleucin
Es ist eine Energiequelle für die Muskeln.
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Leucin
Es ist an der Erneuerung des Muskelgewebes beteiligt.
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Histidin
Es ist an der Produktion von Hämoglobin beteiligt und stellt eine Energiequelle für die Muskeln dar.
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Lysin
Es unterstützt das Immunsystem und ist an der Produktion von Wachstumshormonen und Kollagen beteiligt.
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Methionin
Diese schwefelhaltige Aminosäure spielt eine wesentliche Rolle bei der Proteinsynthese.
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Phenylanalin
Es trägt zum Muskelaufbau bei.
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Threonin
Diese Aminosäure beeinflusst den Cholesterinspiegel und trägt zur Produktion von Kollagen und Zahnschmelz bei.
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Valin
Es ist am Schutz der Neuronen beteiligt und nimmt an der Synthese von Muskelproteinen teil.
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Tryptophan
Diese Aminosäure ist die Vorstufe für die Synthese von Serotonin (einem Neurotransmitter, der an der Stimmungsregulation beteiligt ist) und Vitamin B3, das für den Energiestoffwechsel unerlässlich ist.
11 Aminosäuren
nicht-essentielle Aminosäuren
Diese werden von unserem Körper produziert
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Alanin
Es ist an der Bildung von Glukose, Glykogen, Kollagen und Elastin beteiligt.
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Arginin
Es ist an der Synthese anderer Aminosäuren, an der Gefäßerweiterung sowie an der Regulierung des Immunsystems beteiligt.
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Asparagin
Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Funktion des Gehirns, dem Gleichgewicht des Nervensystems und der Bildung von Muskelgewebe.
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Glutamat
Es ist einer der aktivsten Neurotransmitter im Gehirn. Es hilft auch bei der Bekämpfung von Oxidation. Es wird von unserem Körper oft in unzureichenden Mengen ausgeschüttet.
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Cystein
Es kann im Körper aus Methionin synthetisiert werden. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von Glutathion, dem wichtigsten Antioxidans in unserem Körper, sowie bei der Zusammensetzung
Proteine aus Haut, Nägeln und Haaren. -
Glutamin
Es handelt sich um eine Aminosäure, die in großen Mengen im Blut und in den Muskeln vorkommt. Sie spielt eine wesentliche Rolle im Immunsystem, bei der Gewebeentwicklung und beim Schutz der Darmbarriere.
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Glycin
Diese Aminosäure fungiert als Neurotransmitter und spielt eine wesentliche Rolle bei der Muskelreparatur. Sie hat außerdem eine antioxidative und entgiftende Wirkung.
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Serin
Es ist ein Vorläufer von Aminosäuren (Glycin, Cystein, Tryptophan) und Phospholipiden im Gehirn, die für die ordnungsgemäße Funktion des Nervensystems unerlässlich sind.
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Aspartat
Es spielt eine wesentliche Rolle im Energiestoffwechsel sowie im Entgiftungsprozess.
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Prolin
Es spielt eine Rolle bei der Synthese von DNA und Kollagen und fördert den Heilungsprozess.
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Tyrosin
Es wird in unserem Körper aus Phenylalanin synthetisiert und ist für die Synthese von Neurotransmittern (Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin usw.) unerlässlich.

